Stand: 8. September 2026
Der Sommer ist für viele Menschen die perfekte Reisezeit: Die Sonne scheint, die Tage sind lang und die Urlaubsstimmung ist überall spürbar. Doch die Hitze kann auch schnell zur Belastung werden und die Urlaubsfreude trüben. Besonders in südlichen Ländern oder in Regionen mit extremen Temperaturen wird der Körper stark gefordert. Ein richtiges Verhalten bei Hitze auf Reisen ist wichtig, um gesund zu bleiben und die Urlaubstage entspannt zu genießen. Die Anzahl der Tage mit ungewöhnlich hohen Temperaturen schwankt zwar jährlich. Aber ein Trend zu mehr Hitzewellen-Tagen ist weltweit zu erkennen.
Das unterstreicht die Wichtigkeit, sich gut auf die Hitze vorzubereiten und mit passenden Maßnahmen vorzusorgen. Aber was tun bei Hitze im Urlaub? Unser Ratgeber gibt Ihnen hierfür wertvolle Hinweise und Tipps, damit Sie Ihren Urlaub trotz Hitzewelle genießen können. Wir erklären, welche Reiseziele Sie im Hochsommer besser meiden sollten, was alles ins Reisegepäck gehört und wie Sie Anzeichen einer Hitzeerkrankung erkennen und richtig darauf reagieren.
Neben der Entfernung, der Vegetation, den Angeboten an Freizeit, Kultur und Kulinarik ist das Klima zunehmend ein Faktor, der für oder gegen ein Reiseziel spricht. Wenn Sie Hitze nicht gut vertragen, sollten Sie Regionen mit anhaltend extremen Temperaturen über 35 Grad Celsius im Hochsommer meiden. Zwei Beispiele sind die höchsten jemals gemessenen Temperaturen in der Wüste Dasht-e Lut im iranischen Hochland (70,7 Grad Celsius Bodentemperatur) und im Death Valley in den USA (56,7 Grad Celsius Lufttemperatur).
Weitere Reiseziele, an denen im Hochsommer Hitze herrscht:
Südspanien (Andalusien)
Griechenland (insbesondere die südlichen Inseln)
Süditalien (Sizilien, Kalabrien)
Türkei (Zentralanatolien, Südostanatolien, Türkische Riviera)
Ägypten
Reisen Sie stattdessen in Regionen mit gemäßigteren Temperaturen. Immer beliebter werden sogenannte "Coolcations": Urlaub, für den Reisende bewusst kühlere Reiseziele wählen, um der extremen Sommerhitze zu entgehen. Reiseziele für eine "Coolcation" sind zum Beispiel die Nordischen Länder (Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Island), das Baltikum (Estland, Lettland, Litauen) sowie Kanada, Großbritannien und (Nord-)Irland. Unser Tipp: Überprüfen Sie vorab die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes für Ihr bevorzugtes Urlaubsland und ob zum Beispiel für eine bestimmte Region erhöhte Waldbrandgefahr besteht.
Unser Tipp: Vor der Abreise sollten Sie die Reisewarnungen und Sicherheitshinweise prüfen, die aktuell vom Auswärtigen Amt für Ihr Urlaubsziel ausgegeben werden. Prüfen Sie zusätzlich die Wettervorhersage und mögliche Hitzewarnungen für Ihr Reiseziel. So können Sie Ausflüge besser planen und sich auf mögliche Hitzewellen vorbereiten.
Mit der richtigen Ausstattung und Planung können Sie sich gut vor Hitze im Urlaub schützen. Eine clevere Packliste, der Sicherheitscheck Ihres Autos, ein umfassender Gesundheitscheck und passender Reiseschutz sind dabei genauso wichtig wie praktische Hilfsmittel gegen die Hitze. Hier finden Sie ausführliche Tipps, um gut vorbereitet in den Sommerurlaub zu starten.
Atmungsaktive, leichte, helle und lockere, lange Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Bambus oder Leinen eignet sich ideal bei heißen Temperaturen. Vorbild hierfür sind Wüstenbewohnerinnen und Wüstenbewohner, die trotz Hitze lange Gewänder tragen. Offenes, leichtes Schuhwerk sorgt für die zusätzliche Belüftung an den Füßen und verhindert, dass sich die Hitze staut. Um sich auch vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen, sollten Sie außerdem UV-Kleidung und Sonnenhüte mit breiter Krempe oder Caps mit langem Schild einpacken. Eine gute Sonnenbrille und ein hochwertiges Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sind ebenso wichtig. Denken Sie in Regionen mit vielen Stechmücken zusätzlich an geeigneten Mückenschutz. Sehr dünne Kleidung kann nicht immer zuverlässig vor Mückenstichen schützen.
Neben leichter Kleidung und Sonnenschutz gibt es einige praktische Helfer, die das Reisen bei Hitzewelle deutlich angenehmer machen. Besonders bewährt haben sich Isolierflaschen. Auch Kühlhandtücher aus Mikrofaser können unterwegs für schnelle Erfrischung sorgen. Wer längere Stadtbesichtigungen oder Wanderungen plant, sollte zusätzlich eine Hautschutzcreme gegen Wundreibung durch Schweiß und Bewegung einpacken.
Isolierflasche für länger kühle Getränke
Kühlhandtuch für Nacken und Schultern
Anti-Wundreibungs-Creme gegen Scheuerstellen
tragbarer Ventilator oder Handfächer
Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte das Fahrzeug auf hohe Temperaturen über 30 Grad vorbereiten. Hitze belastet nicht nur die Insassen, sondern auch Technik, Reifen und Batterie. Prüfen Sie deshalb vor der Abreise die Klimaanlage und kontrollieren Sie Reifendruck sowie Reifenprofil. Nehmen Sie ausreichend Trinkwasser für alle Mitreisenden mit und planen Sie bei längeren Fahrten regelmäßige Pausen ein. Parken Sie möglichst im Schatten und nutzen Sie eine Sonnenschutzfolie für die Windschutzscheibe. So verhindern Sie, dass sich der Innenraum unnötig aufheizt. Lassen Sie Kinder, ältere Menschen oder Haustiere nie unbeaufsichtigt im Fahrzeug – nicht einmal für wenige Minuten. Bereits nach kurzer Zeit können im Innenraum lebensgefährlich hohe Temperaturen entstehen.
Besonders wichtig bei Autoreisen bei großer Hitze:
Klimaanlage vor Reisebeginn überprüfen
Reifendruck gemäß Herstellerangaben kontrollieren
ausreichend Trinkwasser im Fahrzeug mitnehmen
Pausen für Erholung und Abkühlung einplanen
Fahrzeug möglichst im Schatten parken
Kinder, Ältere oder Haustiere niemals allein im Auto zurücklassen
Vor einer Reise in heiße Regionen sollten Sie einen Gesundheitscheck machen lassen. Besondere Vorsicht ist für Schwangere, Babys und Kleinkinder sowie ältere Menschen geboten. Auch Personen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen sollten ihre Reiseplanung an die erwarteten Temperaturen anpassen und sich vor der Abreise medizinisch beraten lassen: Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihre Medikamente gegebenenfalls anpassen und Ihnen weitere Tipps gegen die Hitze geben.
Vergessen Sie auch nicht die folgenden Vorbereitungen für Ihren Reiseschutz:
Reiseapotheke: Achten Sie beim Packen Ihrer Reiseapotheke auf Elektrolytlösungen für den Flüssigkeitsausgleich. Ein Fieberthermometer und Kühlpacks sind hilfreich bei Hitzestress. Nehmen Sie auch ausreichend persönliche Medikamente mit. Und prüfen Sie, ob Ihre Medikamente hitzeempfindlich sind. Einige Arzneimittel dürfen nicht dauerhaft hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Für solche Präparate empfiehlt sich eine isolierte Medikamententasche.
Gesundheitsdokumente: Stecken Sie Ihre Krankenkassenkarte, den Impfpass und falls notwendig Ihren Medikamentenplan ein.
Notfallkontakte: Recherchieren Sie vor Ihrem Urlaub die wichtigsten Notrufnummern und Kontakte von medizinischen Einrichtungen am Reiseziel. Unser Tipp: Als Kundin oder Kunde von Europ Assistance übernehmen wir das für Sie. Wir sind rund um die Uhr telefonisch erreichbar und helfen Ihnen bei der Suche nach der passenden medizinischen Einrichtung und nennen Ihnen die Notrufnummer Ihres Reiseziels.
Zu einer umfassenden Vorsorge gehört auch der passende Versicherungsschutz. Denn auch bei der besten Vorbereitung und Planung kann es passieren, dass auf Reisen etwas dazwischenkommt. Eine Reiserücktrittsversicherung und Reiseabbruchversicherung schützt Sie vor Stornokosten, die anfallen, wenn Sie Ihre Reise absagen oder abbrechen müssen. Zum Beispiel wegen Krankheit oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen. Unbedingt empfehlenswert ist außerdem eine Auslandskrankenversicherung. Diese übernimmt die Kosten für medizinische Behandlungen, wenn Sie auf Ihrer Auslandsreise gesundheitliche Probleme haben.
Sie sind am Reiseziel angekommen und der Wetterbericht kündigt für Ihren Aufenthalt sehr hohe Temperaturen an? Mit dem richtigen Verhalten können Sie sich einfach und wirkungsvoll vor Hitze am Urlaubsort schützen: Gewöhnen Sie Ihren Körper nach der Anreise langsam an die Hitze und vermeiden Sie, gleich mit anstrengenden Aktivitäten zu starten. Gönnen Sie sich erholsamen Schlaf und genug Ruhezeiten, vor allem während der Mittagszeit. Denken Sie an den passenden Sonnenschutz in Form von Kleidung, Hüten und Sonnencreme, um sich vor der intensiven Sonneneinstrahlung zu schützen. Und sorgen Sie für kleine Erfrischungen zwischendurch: Gehen Sie schwimmen oder legen Sie sich feuchte Tücher in den Nacken und auf die Armgelenke. Unser Tipp: Duschen Sie lauwarm, nicht kalt. Denn bei einer kalten Dusche regen Sie Ihren Kreislauf an und schwitzen noch mehr.
Neben ausreichendem Trinken und Sonnenschutz spielen auch Ernährung und Tagesplanung eine wichtige Rolle. Planen Sie Ausflüge möglichst für die Morgen- oder Abendstunden und vermeiden Sie körperlich anstrengende Aktivitäten in der größten Hitze zwischen etwa 11 und 16 Uhr. Leichte Mahlzeiten mit viel Obst, Gemüse und wasserreichen Lebensmitteln belasten den Kreislauf weniger als große oder fettige Speisen. Alkohol kann die Flüssigkeitsversorgung zusätzlich beeinträchtigen und sollte nur in Maßen konsumiert werden.
In der folgenden Infografik zeigen wir Ihnen weitere sinnvolle Verhaltensweisen zum Schutz vor Hitze im Urlaub.
Kinder und ältere Menschen reagieren empfindlicher auf Hitzewellen im Urlaub. Erinnern Sie diese Personen regelmäßig ans Trinken und planen Sie ausreichend Schatten- und Ruhepausen ein. Wenn Sie mit einem Haustier reisen, versorgen Sie es jederzeit mit frischem Wasser, Schatten und guter Belüftung. Lassen Sie Kinder oder Tiere niemals allein im Auto zurück. Bereits nach kurzer Zeit können dort lebensgefährliche Temperaturen entstehen.
Nach längerer Sonneneinstrahlung kann ein plötzlicher Sprung in kaltes Wasser zu einem Kreislaufproblem führen. Fachleute sprechen dabei von einer Hydrokution oder einem Kälteschock. Kühlen Sie deshalb zunächst Hände, Arme, Beine und Nacken ab, bevor Sie vollständig ins Wasser gehen.
Hitze kann den Körper stark belasten und in extremen Fällen zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es dann passieren, dass Sie oder Ihre Mitreisenden unter einer Hitzeunverträglichkeit oder Hitzeerkrankung leiden. Um dann schnell und richtig zu reagieren, ist es wichtig, die Symptome einer Hitzeunverträglichkeit oder Hitzeerkrankung zu erkennen.
Hitzeunverträglichkeit beschreibt eine allgemeine Empfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen. Sie zeichnet sich durch starke Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit aus. Wenn Sie diese Symptome an sich feststellen, trinken Sie ausreichend Wasser und bleiben Sie im Schatten. Achten Sie besonders auf Anzeichen einer möglichen Verschlechterung, um rechtzeitig auf eine ernsthafte Hitzeerkrankung reagieren zu können.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie oder jemand anderes an einer Hitzeerkrankung leidet, müssen Sie sofort handeln. Ganz wichtig hierbei: Ruhe bewahren. Die betroffene Person sollte sich an einem kühlen, schattigen Ort hinlegen und den Körper kontrolliert kühlen.
Es gibt verschiedene Arten von Hitzeerkrankungen. Die häufigsten sind Sonnenstich, Hitzeerschöpfung, Hitzekollaps und Hitzschlag. Das sind die wichtigsten Merkmale und Maßnahmen, die Sie dann ergreifen sollten:
Sonnenstich
Symptome: Starke Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Übelkeit, Schwindel, Rötung im Gesicht und am Nacken
Maßnahmen: Kühlen Sie Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern und lassen Sie die Person viel trinken. Vermeiden Sie außerdem direkte Sonneneinstrahlung.
Hitzeerschöpfung
Symptome: Erschöpfung, starker Durst, kühle feuchte Haut, niedriger Blutdruck, Übelkeit und Schwindel
Maßnahmen: Legen Sie die betroffene Person hin, heben Sie die Beine leicht an und geben Sie ihr viel Wasser oder Elektrolytgetränke. Lassen Sie die Person ruhen und beobachten Sie ihren Zustand.
Hitzekollaps – auch Hitzeohnmacht oder Hitzesynkope genannt:
Symptome: Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwächegefühl und Blässe, kurze Ohnmacht
Maßnahmen: Sorgen Sie dafür, dass sich die betroffene Person hinlegt, öffnen Sie beengende Kleidung und kümmern Sie sich um ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Wenn sich der Zustand der Person verschlechtert oder die Ohnmacht länger anhält, rufen Sie sofort den Rettungsdienst.
Hitzschlag
Symptome: Hohe Körpertemperatur (über 40 Grad Celsius), trockene Haut, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit
Maßnahmen: Das ist ein medizinischer Notfall. Wählen Sie sofort den Notruf. Kühlen Sie den Körper schnell mit kaltem Wasser, Eispackungen oder feuchten Tüchern. Achten Sie darauf, dass der Kopf leicht erhöht ist.
Unser Tipp: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert auf ihrer Internetseite über weitere Hitzeerkrankungen und die jeweils passenden Maßnahmen.
Das richtige Verhalten bei Hitze auf Reisen sorgt für einen unbeschwerten Urlaub. Was aber, wenn Sie trotz aller Vorbereitung und Maßnahmen durch Hitze krank werden und eine ärztliche Behandlung brauchen? Dann ist es gut, sich auf die ausgezeichneten Reiseversicherungen von Europ Assistance verlassen zu können. Wir kümmern uns darum, dass Sie bestens abgesichert sind, wenn es vor oder während Ihrer Reise anders kommt als geplant.
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So sorgen wir mit unserer Reiserücktrittsversicherung dafür, dass Sie sich auch bei heißen Temperaturen entspannt auf Ihren Urlaub freuen können.
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Um den Urlaub bei hohen Temperaturen unbeschwert zu genießen, ist eine gute Vorbereitung das Wichtigste. Nehmen Sie das Thema Hitze ernst, indem Sie die richtige Kleidung und Hilfsmittel einpacken und sich vor Ort angemessen verhalten. Achten Sie auf ausreichend Abkühlung bei Hitze und meiden Sie die Sonne, um Ihren Körper nicht zu überlasten. Mit Europ Assistance haben Sie für jedes Sicherheitsbedürfnis den passenden Reiseschutz, der Ihnen weltweit und rund um die Uhr hilft. So reisen Sie rundum sicher und entspannt.
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